Léo Ferré

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Wie in Ostende


Man sah die Seepferde
Die Kopf voraus eintauchten
Und sich vor dem verlassenen
Kasino die Mähne rauften
Das Barmädchen war achtzehn
Und ich, der ich alt wie der Winter bin
Anstatt mich in ein Glas zu vertiefen
Ging ich im Frühling ihrer
Mandelförmigen Augen spazieren.
Weder grau noch grün,
weder grau noch grün
Wie in Ostende
und überall dort
Wo der Regen
auf die Stadt fällt
Und man sich
fragt ob es nötig ist
Und besonders,
ob es sich rentiert,
Ob es sich rentiert,
sein Leben zu leben.
Ich ging meinem Schicksal entgegen
Als dann ein Duft von Bier, Fritten
Und Muscheln im Sud
Mich in eine Schenke lenkte.
Dort waren ein paar Typen, die tranken
Witzbolde und Schnapsdrosseln
Die schallend lachten und laut redeten
Und das Bier wurde einem
ohne nachzubestellen serviert.
Oh ja, wie es regnete,
oh ja, wie es regnete
Wie in Ostende und überall dort
Wo der Regen
auf die Stadt fällt
Und man sich
fragt ob es nötig ist
Und besonders,
ob es sich rentiert,
Ob es sich rentiert,
sein Leben zu leben.
Untergehakt ist man losgezogen
in die Viertel mit den Schaufenstern, die
vollgestopft sind mit den Attributen jener Weiblichkeit
die man sich gönnen möchte, wenn man besoffen ist
Aber dann ist am Ende der Straße
ein Getränkehändler aufgetaucht,
mit riesigem Getöse empfangen und
die ganze Bande alles andere vergessen machend.
Haben sie sich verloren,
haben sie sich verloren,
Wie in Ostende
und überall dort
Wo der Regen
auf die Stadt fällt
Und man sich
fragt ob es nötig ist
Und besonders,
ob es sich rentiert,
Ob es sich rentiert,
sein Leben zu leben.

traduction Erich Meier

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